
Soderla, jetzt noch ein paar Gedanken zur heutigen Veranstaltung aus inhaltlicher Sicht:
Ohne Zweifel war das heute eine bombastisch gute Veranstaltung. Die BIMA war hochwertig vertreten, die politischen Vertreter waren vollständig und hochwertig anwesend und dazu kommt, dass auch der heimatkundliche Arbeitskreis um Josef Forster wieder einen perfekten Auftritt hingelegt hat. Das Medieninteresse war super, die Kontakte mit den Medienvertretern waren heute von deren Seite so richtig ehrlich gemeint und das hat mich richtig beeindruckt.
Vom inhaltlichen her hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben heute ihre Position sehr plausibel dargelegt. Wir sind gemeinsam mit Annette Karl, Werner Schieder, Ismail Ertug und unseren tschechischen Freunden auf einem richtig guten Weg. Danach meinte eine Teilnehmerin zu mir: "Merkst Du, wie viel Arbeit da noch auf Dich zukommen wird, für die Du nie einen Dank erhalten wirst?". Ja, merke ich schon. Aber es wird lohnend sein.
Ich fand es heute auch super, dass mit Josef Schmucker und Georg Kleber zwei Vertreter der UWG-Fraktion dabei waren. Das zeigt mir schon, dass es ein gewisses Interesse an der Arbeit um der Sache willen geht und es nicht immer nur um den eigenen Soog geht. Ich hatte alle Mitglieder des Marktrates schriftlich über unsere Aktivitäten informiert und alle schriftlich zur heutigen Veranstaltung eingeladen. Auch den hiesigen Bürgermeister. Dass Josef Schmucker und Georg Kleber heute gekommen sind, fand ich daher wirklich super. Ansonsten ->
Klar, Bürgermeister Schwarzmeier war nicht dabei. Ich hätte eigentlich schon damit gerechnet, dass er kommt, weil die Veranstaltung zu hochwertig war, als dass man sie sich entgehen lassen sollte. Und zu wegweisend ohnehin.
Er wird für mich immer mehr zum Inbegriff der Art und Weise, wie sich Politik oftmals selbst ins Abseits stellt. Diese fiese Winkelziehen, dieses Abwarten, Maulhalten, keine Meinung haben und schon gar nicht vertreten, ich bin froh, dass das nicht unser Weg ist. Ich komme in den letzten Monaten immer mehr auf den Trichter, dass politische Kultur, also die Art und Weise des Umgangs miteinander ganz entscheidend für politischen Erfolg in der Sache ist. Und ich kann nicht mehr anders, als dann immer davon zu erzählen, wie es bei uns in Waidhaus ist: Eigentlich verstehen wir uns ganz gut im Gemeinderat, bzw. wir haben uns (so glaube ich) echt zusammengerauft. Es entsteht aber trotzdem eine gewisse Distanz nur wegen einer einzigen (weil maßgeblichen) Figur.
Ich denk mir manchmal, dass Politik wie eine frische Brise ist, wenn man sich ihr stellt und seine Meinung hat. Manchmal regnet es einen zwar auch an, aber das hält man locker aus, weil einen die frische Brise doch immer wieder entschädigt. Arm sind dann eigentlich die jenigen, die diese "politischen Witterungseinflüsse" niemals wahrnehmen werden, weil sie in ihrem Kämmerlein sitzen und warten, was passiert.
Eins hab ich mir heute noch gedacht: Die BIMA hat heute sehr plausibel dargestellt, dass sie nicht die treibende Kraft ist, was den Rückbau der Anlagen am ehemaligen Grenzübergang anbelangt. MdB Albert Rupprecht war ja vor mehreren Wochen auch am GüG Waidhaus in der Sache zu Gast. BIMA und Straßenbauverwaltung waren auch dabei. Ich wundere mich, dass die Abstimmungsschwierigkeiten nicht schon damals aus dem Weg geräumt werden konnten und ich frage mich, was von Seiten der Schwarzen seitdem passiert ist. Das klingt jetzt vielleicht polemisch - ist aber ganz und gar nicht so gemeint.
Wir werden unsere Schlüsse aus der heutigen Veranstaltung ziehen und wir wissen, was wir zu tun haben.





